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Montag, 24. November 2014

Thanksgiving - Einfacher Schokoladengugelhupf mit Äpfeln im Truthahnkostüm

Hallo ihr Lieben!

Bestimmt habt ihr schon einmal von dem weitverbreiteten Trend aus den USA gehört,  den die Amerikaner "Thanksgiving" nennen. Thanksgiving ist eine Form von unserem Erntedankfest mit anderen Traditionen. Es ist nämlich für die Amerikaner das wichtigste Familienfest im Jahr. Es findet jeden vierten Donnerstag im November statt und traditionell kommt jedes Jahr ein Truthahn auf den Tisch. Dieses Jahr ist der vierte Donnerstag am 27. November.
Und da ich von Festen und dem Zusammensein  mit der Familie ja immer ganz begeistert bin, werde ich dieses Jahr an Thanksgiving, zur Feier des Tages, einen süßen, kleinen Truthahn servieren, der dann verputzt wird. Jedoch habe ich mich gegen einen echten Truthahn entschieden und stattdessen werde ich einen schokoladigen Gugelhupf im Truthahnkostüm backen, der mindestens genausoviel her macht und nicht so aufwendig ist.



Zutaten:

5 Eier
1 Päckchen Vanilliezucker
120g Zucker
3-4 EL Nutella oder andere Nuss- Nougatcreme
120g Margarine
3 EL Backkakao
1 Packung Backpulver
375g Mehl
3-4 mittelgroße Äpfel

+ 200g Zartbitterschokolade für die Glasur
Für die Dekoration:

weiße Marshmallows
gelbe, orange und rote Lebensmittelfarbe
3 Schaschlikspieße






So geht's:
 
Da der Teig im Null,Nix zubereitet ist, kann der Backofen schonmal auf 180°C Ober- und Unterhitze vorgeheizt werden.
Für den Rührteig werden die Eier mit dem Zucker und dem Vanilliezucker schaumig gerührt und  die Margarine und die Nuss- Nougatcreme dazu gegeben. In einer zweiten Schüssel werden das Mehl, das Backpulver und der Backkakao vermischt, damit das Backpulver keine Klümpchen bildet.
Anschließend wird die Mehlmischung portionsweise unter die Eimischung gerührt. Wenn alle Zutaten gut miteinander vermengt sind, können die kleingeschnittenen Äpfel (ohne Schale) untergehoben werden. Sollte euer Teig euch nicht flüssig genug vorkommen, könnt ihr einfach noch einen Schuss Milch oder noch ein Ei hinzugeben.

Bevor ihr den Teig in eure Guglhupfform einfüllt, sollte diese gut eingefettet und mit etwas Paniermehl bestreut werden, damit sich euer Kuchen nachher einfach aus der Form lösen lässt.
Wenn der Teig dann eingefüllt ist, wird euer Guglhupf für 45 Minuten gebacken.





Nach dem Backen solltet ihr euren Guglhupf auf einen Teller, eine Tortenplatte oder eine andere Unterlage stülpen und gut auskühlen lassen.

In der Zwischenzeit können schonmal jeweils 3 Marshmallows in einer Farbe eingefärbt werden und einer sollte für die Augen eures Truthahnes halbiert werden. Für den Schnabel und das Ding was an dem Kinn des Truthahnes baumelt (ich weiß nicht ob es dafür ein Wort gibt, aufjedenfall habe ich krampfhaft überlegt und mir ist nichts eingefallen), habe ich einen Marshmallow schräg durchgeschnitten und eine Hälfte rot und die andere Hälfte orange eingefärbt.
Auf die Spieße werden jeweils ein gelber, ein orangener und ein roter Marshmallow aufgespießt.

Die Schokolade wird geschmolzen und auf den Guglhupf gestrichen. Auf die Marshmallows, die für die Augen gedacht sind, wird jeweil ein Klecks von der Schokolade mittig als Pupille plaziert.
Zuletzt werden die Spieße in den Guglhupf gesteckt und die Gesichtsteile auf den Guglhupf gesetzt.




Unser Thanksgiving wird zwar nicht so groß und feierlich ausgefallen wie in Amerika, dafür jedoch mit einem süßen, vegetarischen Truthahn, der noch nicht einmal gestorben ist.
Falls ihr auch Lust habt, einmal mehr im Jahr zu feiern und noch nie Thanksgiving mitgemacht habt und keinen riesigen Truthahnbraten zu servieren, probiert doch einfach mal die einfache, schokoladige Variante aus, die bestimmt noch besser ankommt und bei Kindern gern gesehen ist.

Ich wünsche euch ein schönes Thanksgiving, eure Marieke ♥

Freitag, 29. August 2014

Ein köstlich duftender Apfelkuchen mit Baiser zum Herbstanfang



Hallo ihr Lieben!


Solangsam werden die Tage wieder kürzer und ehe man sich versieht, lässt einen die Sonne abends im Stich und es ist dunkel. Die Abende werden kälter und gemütlich bis in die Nacht  draußen sitzen, ist nicht mehr, stattdessen sind kuschelige Puschen und warmer Tee angesagt. Das sind für mich so ziemlich die ersten Zeichen an denen man erkennen kann, dass der Herbst beginnt.
Mein Opa erkennt den Herbst daran, dass seine Kürbisse und Äpfel im Garten reif sind und geerntet werden können. Ich freue mich immer tierisch und ein dickes, fettes Loch in den Bauch, da ich aus der besten Apfelsorte der Welt, Apfelmus, Saft und Gelee herstellen und zahlreiche Torten, Muffins und Apfelkuchen backen kann. Opa hat mir, als ich noch ein kleines Kind war immer ein paar Apfel geschält und ich habe sie dann freudig weggemümmelt. Für mich ist es einfach die beste Apfelsorte der Welt. Sie sind super saftig, knackig, leicht säuerlich, leicht rosa und weiß von innen und grün-rot von außen. Reif sind die Äpfel immer so Mitte August und müssen dann möglichst schnell weiter verarbeitet werden, da sie sich nicht lagern lassen. Ich habe neulich versucht rauszubekommen, wie diese Apfelsorte heißt, doch das ist gar nicht so einfach bei über 10 000. Apfelsorten die es in Deutschland gibt... Letztendlich, nach ein paar Stündchen am Laptop, vermute ich, dass es sich um die Sorte Stark Earliest oder Piros handelt. Wenn jemand aber anderer Meinung ist und sich mit Äpfeln etwas auskennt, kann er mir gerne einen Tipp in den Kommentaren geben, damit ich Bescheid weiß und Nachts besser schlafen kann.



Nach dem mehrere Körbe an Äpeln aufgesammelt wurde, und mein Opa sich an das Schälen gemacht hat, wird erstmal Apfelmus mit Gelierzucker, etwas Zimt und Nelken gekocht und in etliche Gläser gefüllt. Und dann wird Apfelkuchen gebacken.
Dieses Mal habe ich mich für euch einen Apfelkuchen mit knuspriger Baiserschicht entschieden. Und dieses Rezept möchte ich liebend gerne vorstellen. Für den Apfelkuchen muss als erstes ein Mürbeteig hergestellt werden.

Für den Mürbeteig:

2 Eigelb
2 großzügige TL Zimt
1 Packung Vanilliezucker
1 Prise Salz
200g Mehl
150g Butter oder Margarine
175g Zucker
1/3 Fläschchen Rum-Aroma

Für den Belag:
eine Hand voll Haselnusskrokant oder Mandelblättchen
5-6 mittel-große, leicht säuerliche Äpfel
ein Glas Apfelmus
Rosinen (so viele wie man möchte oder auch keine)
3 Eiweiß & 70g Zucker für die Baiserschicht




So geht's:

Als erstes werden die Eier getrennt und das Eiweiß steif geschlagen und anschließend 70g Zucker dazu gegeben und beides miteinander verrührt. Das Ganze wird dann ersteinmal zur Seite gestellt und in einer zweiten Schüssel wird das Eigelb, der Zimt, der Vanilliezucker, die Prise Salz, der Zucker, die Butter oder die Margarine, das Rum-Aroma und zum Schluss das Mehl zu einem homogenen Mürbeteig verrührt. Der Teig sollte dann in einen Gefrierbeutel gegeben werden und für eine halbe Stunde in den Kühlschrank wandern.
In der Zwischenzeit werden die Äpfel geschält und in Stücke geschnitten und eine Springform (26er) mit Backpapier ausgelegt. Der Ofen wird auf 180°C Ober- und Unterhitze vorgeheizt.


Nach der halben Stunde wird der Mürbeteig gleichmäßig, mit den Fingerspitzen in der Springform verteilt und ein etwa 4 cm hoher Rand angedrückt. Damit das Ganze noch ein bisschen Biss bekommt, wird der Mürbeteigboden mit Haselnusskrokant oder Mandelblättchen gleichmäßig bestreut und mit den Apfelstücken und den Rosinen belegt. Damit der Apfelkuchen auch ein richtig apfeliger Apfelkuchen wird, wird als kleines Topping noch ein frisches Glas Apfelmus über die Äpfel gegeben. Jetzt wandert der Apfelkuchen für 35-40 Minuten in den Backofen.
Und jetzt kommt das Baiser ins Spiel. Das Zucker-Eiweiß wird über dem gebackenen, herrlich duftendem Apfelkuchen verteilt und wird nocheinmal für 10 Minuten gebacken. Solange, bis das Baiser eine schöne, hellbraune Farbe bekommt.
Ich finde man kann auch immer gut riechen, wann ein Apfelkuchen fertig ist, da dann immer das ganze Haus herrlich duftet.


 Wenn der Kuchen aus dem Ofen geholt und ein paar Minuten abgekühlt ist, kann er eeeendlich angeschnitten werden. Ich möchte euch jedoch warnen, da das Schneiden wegen des Baisers gar nicht so einfach ist. Der Baiser bricht leicht. Ich finde das alles ist aber halb so schlimm, da wenn man die erste Gabel in den Mund gesteckt hat, sofort die Augen schließt und anfängt zu Träumen.