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Montag, 15. September 2014

Goodbye summer- frischgebackene Schmetterlingsbrandteigtorte mit Erdbeeren und den letzten Sonnenstrahlen





Hallo ihr Lieben...

Für die die es noch nicht mitbekommen haben, meine allerliebste Lieblingsjahreszeit ist Sommer.
Es ist einfach die schönste Jahreszeit, weil die Sonne von morgens bis Abends scheint, man viel vom Tag hat und durch das gute Wetter kann man sich auch meistens draußen aufhalten und viel unternehmen. Es sieht einfach immer so schön aus wenn die Blumen blühen, die Insekten summend durch die Gegend fliegen und man sich abends gemütlich den Sonnenuntergang angucken kann. Und wenn der Sommer dann irgendwann vorbei ist, freu ich mich schon auf den nächsten Sommer und fange im Kopf schon mit den Planungen an. Von mir aus könnte der Sommer das ganze Jahr über sein. Und da ich nicht will das der Sommer ohne richtigen Abschied an uns vorbei zieht, dachte ich mir, ich backe ich  kleine Schmetterlingsabschiedstorte und schmeiß' eine klitzekleine Sommerabschiedsfeier, damit Herr Sommer dann in Ruhe an Kollegen Herbst übergeben kann.

Jeder der ein paar meiner Beiträge gelesen hat, weiß das ich eine sehr große Familie habe und meine Kuchen und Torten niemals schlecht werden, da sie immer recht schnell verputzt sind. Und da hab ich kurzerhand zum Telefon gegriffen und ein paar meiner Verwandten zum Kaffee und Tee im Garten, unterm Apfelbaum trinken, eingeladen.

Da ich spontan Lust dazu hatte, etwas mit Brandteig zu backen, habe ich mich für eine sommerliche Brandteigtorte mit Erdbeeren entschieden, welche ich noch beim Netto um die Ecke ergattern konnte.
Ich habe mich schon richtig auf das Backen gefreut, da das das erste mal für mich war, mit Brandteig zu arbeiten. Ich schwöre es ist kinderleicht und kein bisschen kompliziert, so wie man es sich vorstellt.




Die Zutaten für den Mürbeteig:

200g Mehl
100g Zucker
1 Ei
120g Butter oder Margarine
eine Prise Salz
Zitronenschale von einer Bio- Zitrone
 + einen Gefrierbeutel


Für den Brandteig:

100g Butter oder Margarine
300ml Wasser
1 Päckchen Vanilliezucker
120g Mehl
4 Eier
1 Prise Salz
+einen beschichteten Topf


Für den Tortenbelag:

200ml Schlagsahne
1 Packung Sahnefest
1 Packung Vanilliezucker
ein Schälchen gewaschene, geviertelte Erdbeeren 

Für die Dekoration:

Minzblättchen, ein paar Blumen aus dem Garten, Schweineöhrchen (Kekse)







So geht's:

1. Als erstes habe ich mit dem Mürbeteig begonnen. Für den Mürbeteig werden Mehl, Zucker, Salz, das Ei und die kalte Butter oder Margarine miteinander in eine Rührschüssel gegeben und mit den Knetharken eures Handrührgerätes verknetet und dann mit euren frischgewaschenen Händchen die grob durchgemischten Zutaten zu einem homogenen Teig verarbeiten. Dann wird der fertige Mürbeteig in einen Gefrierbeutel gefüllt und für die Zeit, in der der Brandtteig vorbereitet wird, kühl gelagert.

2. Für den Brandteig werden das Wasser, die Butter oder Margarine, der Vanilliezucker und das Salz miteinander vermengt und in einen beschichteten Topf gegeben und miteinander aufgekocht. Dann wird das ganze Mehl aufeinmal in den Topf gegeben und alles wird gut durchgerührt. Als nähstes macht man dem Teig einbisschen Feuer unter'm Hintern und er wird mit einem Holzlöffel gut durchgerührt. Es muss solange gerührt werden, bis sich ein Klumpen bildet und sich eine weiße Schicht am Topfboden absetzt. Daran kann man erkennen das der Teig gut ist. 

3. Wenn der Teig dann gut ist, sollte er in eine Rührschüssel gefüllt und die Eier einzelt untergerührt werden. Dann ist der Teig fertig und kann in einen Spritzbeutel gefüllt werden. 
Wenn ihr gerade keinen Spritzbeutel zur hand haben solltet, könnt ihr auch einen Gefrierbeutel nehmen, ein kleines Loch in eine der Ecken schneiden und den Aufsatz einer Gebäckspritze dadurch drücken. Wenn ihr soetwas auch gerade nicht zuhause habt, tut es auch nur das kleine Loch in dem Gefrierbeutel. Jedoch sieht das Endergebnis dann nicht so schön aus, schmeckt  jedoch genauso toll.

4. Jetzt braucht ihr eine 26er Springform, die ihr mit Backpapier ausgelegt habt und den gekühlten Mürbeteig. Der Mürbeteig sollte möglichst gleichmäßig in der Springform verteilt werden. Da der Teig geküht ist, könnt ihr ihn ganz einfach, mit euren Fingerspitzen,  andrücken, da er jetzt nicht mehr an den Fingern klebt.

5.  Nun kommt der Brandteig wieder ins Spiel. Wenn ihr ihn schon in den Spritzbeutel oder euren provisorischen Spritzbeutel gefüllt habt, wird er am Rand der Springform entlang, im Kreis, in einem beliebigen Muster gespritzt. 
Dieses Teig-Duo sollte nun bei 200°C etwa 25 Minuten Ober-und Unterhitze, schön gold-braun gebacken werden.

6. Während der Boden der Torte backt, werden die Erdbeeren gewaschen, entgrünt und letztendlich geviertelt. Danach wird die Sahne mit einer Packung Sahnefest und einem Päckchen Vanilliezucker steif geschlagen. Wenn die Sahne steif ist, kann ein Teil der Erdbeeren untergehoben werden. Den anderen Teil hab ich, als Dekoration, später oben druff gelegt.

7. Wenn der Boden schön gold-braun ist, sollte er auskühlen, damit die Sahne nicht zerläuft. In der Zwischenzeit war ich draußen und habe ein paar Blümchen gepflückt und den Kaffeetisch gedeckt.

8. Jetzt sollte der Boden ausgekühlt sein und auf eine Tortenplatte oder einen Teller umdeponiert werden und dann kann die Sahne in dem 'Brandteignest' platziert werden. Dann habe ich die restlichen Erdbeeren darauf verteilt und das ganze mit zwei Schweineöhrchen als Schmetterling und ein paar Minzplättchen und Blumen dekoriert.






Pünktlich um vier Uhr kam dann meine Familie und wir haben einen schönen, gemütlichen Nachmittag miteinander verbracht und uns vom Sommer verabschiedet. Herr Sommer hat sich ziemlich gefreut und sich mit ein paar Sonnenstrahlen bedankt. Meiner Familie schmeckt die Kombination aus Brandteig und Mürbeteig besonders gut und vorallem haben sie den letzten Erdbeerkuchen für dieses Jahr von mir genossen. Der Kuchen schmeckte besonders leicht und frisch und wurde noch am selben Nachmittag, mit sehr viel Spaß, vernichtet.

Nun freue ich mich auch schon einbisschen auf Kollegen Herbst und seine bunten Blätter und vielen neuen Rezepten mit Obst aus der Saison.

Ich wünsche euch viel, viel Spaß beim Ausprobieren!

Marieke


Sonntag, 24. August 2014

Lebkuchentorte mit Zwetschgen-Apfelkompott und Mascarponefrosting im August



Hallo ihr Lieben,

ihr fragt euch bestimmt, in welchem Jahrhundert man auf die Idee kommt Mitten in August eine Lebkuchentorte zu Backen. Hm... ich konnte einfach nicht wiederstehen und da gerade die Welt um uns einstürzt und der Sommer sich bedauerlicherweise für dieses Jahr verabschiedet hat, dacht ich dass etwas Gemütlichkeit nicht schaden könnte und hab einfach mal wieder drauf los gebacken.
Und dann hab ich mal wieder Hexenküche gespielt und mir selbstgemachtes Zwetschgen-Apfelkompott von meiner Oma geschnappt, Lebkuchengewürz aus den Backsachen herausgekramt und Frischkäse, Mascarpone und andere Zutaten bereit gestellt um daraus wieder etwas neues zu zaubern. Man bedenke, dass ich eigentlich vorhatte eine sommerliche, erfrischende Geburtstagstorte zu backen und meiner Mama zum Geburtstag mitzubringen, um diese dann draußen im Garten, bei strahlendem Sonnenschein genießen zu können... Tja, Pustekuchen, der Sommer wollte halt nicht so wie wir.
Jetzt möchte ich euch wenigstens ein Strahlen ins Gesicht zaubern, in dem ich euch mein neues Rezept zeige.

    Ein schöner, herbstlicher Blumenstrauß darf auf dem Nachmittagskaffeetisch, passend zum Kuchen, natürlich auch nicht fehlen.





Für den lebkuchigen Boden braucht man:

3 Eier
75g braunen Zucker
75g weißen Zucker
eine Packung Lebkuchengewürz
150g gemahlene Haselnüsse
200g Mehl
1 Packung Backpulver
1 TL Backkakao
75ml Milch
1 Prise Salz


Für das kompottigste Zwetschgen-Apfel-Komplott braucht man:

500g kleingeschnittene, geschälte Äpfel
500g entsteinte Zwetschgen
500g Gelierzucker 2:1

Für das Frosting:

250g Mascarpone
200g Frischkäse natur
50g braunen Zucker
1 Spritzer Zitrone
75g Puderzucker



So geht's:

1. Zuerst wird der Boden vorbereitet. Dafür werden die Eier, eine Prise Salz, der Zucker und der Vanilliezucker in einer Schüssel mit dem Handrührgerät schaumig rühren. Die trockenen Zutaten alle miteinander vermischen und langsam mit in die Schüssel geben. Wenn der Teig zu trocken ist, 75ml Milch dazugeben.

2. Den Ofen auf 180°C Ober-und Unterhitze vorheizen und eine Springform mit Backpapier auslegen und einfetten. Den Teig einfüllen und im fertig vorgeheizten Backofen 30 Minuten backen. Anschließend den abgekühlten Boden in zwei-drei Böden schneiden.

3.  Für das Frosting werden alle Zutaten in einer Schüssel miteinander verrührt.

4.  Für das Kompott werden die Zutaten alle zusammen in einem Topf auf dem Herd erhitzt und miteinander eingekocht. Dabei das Rühren nicht vergessen, damit nichts anbrennt.

5. Einer der zwei Böden wird mit dem Kompott bestrichen und der zweite Boden wird dann darauf gesetzt und der Kuchen wird mit dem Frosting eingehüllt.

Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie gut der weihnachtliche Boden mit dem cremigen, zarten Frosting und dem fruchtigen Apfel-Zwetschgenkompott harmoniert! Da treffen buchstäblich Welten aufeinander.

Ich habe den Kuchen dann noch mit einer selbstgebastelten Wimpelkette in lila Tönen dekoriert.